ZITADELLE  |  MAINZ

Die Zitadelle Mainz ist sowohl als Kulturdenkmal wie auch in großen Teilen als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen. Hieraus ergibt sich ein Zielkonflikt zwischen den Schädigungen durch Gehölze und Durchwurzelung am Bauwerk und dem Erhalt von Pflanzen und Tieren, die ihren Lebensraum an und in den Mauern haben. 

In einem zweijährigen Forschungsprojekt der DBU wurden zunächst gemeinsame Grundlagen für alle Disziplinen geschaffen. Auf dieser Basis wurden in einem festgelegten Abschnitt (Transsekt) quer von der Contrescarpe durch den Graben über die Festungsmauer bis zum Wall auf der Mauer die Sanierungsarbeiten ausgeführt. 

Kurz Architekten hat als Projektpartner im Forschungsprojekt das Sanierungskonzept entwickelt und die Planung und Bauleitung übernommen. 

In weiteren Bauabschnitten wurden die Tordurchfahrten auf Ihren ursprünglichen Zustand zurückgebaut und instandgesetzt. Beim südwestlichen Portal wurden nachträglich eingebaute Schuppen entfernt und der usprüngliche Verlauf der Durchfahrt wieder geöffnet. Die Gewölbehalle der historischen Durchfahrt bietet jetzt Raum für Veranstaltungen beim jährlichen Zitadellenfest und beim Weihnachtsmarkt. Das neugeschaffene „Schaufenster Zitadelle“ präsentiert archäologische Fundstücke.